Bio-Erdäpfel

vom Grundnahrungsmittel bis zum höchsten GEnuss

Die beste und tollste Knolle auf der Welt


Der ERDAPFEL, wie man in Österreich sagt, hat viele Namen wie Kartoffel, Grundbirne, Potaten.

Vielfältig  ist aber auch die Form, die Farbe, der Geschmack und die Verarbeitungsmöglichkeit dieser Erdfrucht.

 

Der Erdapfel gehört zu der Familie der Nachtschattengewächse. Weitere bedeutende Nutzpflanzen wie Tomaten, Aubergine oder Paprika zählen ebenfalls zu dieser Gattung. Alle haben eines gemeinsam: Sie enthalten in bestimmten Pflanzenteilen giftige Alkaloide (bei dem Erdäpfel sind das die grünen Beeren, welche sich aus den Blüten entwickeln).  

 

Der heutige kultivierte Erdapfel stammt aus dem Andengebiet in Südamerika und  wurde von den Seefahrer nach Europa gebracht.

 

Maria Theresia verpflichtete die Bauern, Erdäpfel anzubauen, da sie ihren Wert bei der Bekämpfung von Hungersnöten erkannte. Damit war der Weg zum Grundnahrungsmittel geebnet. Seit dieser Zeit sind die Erdäpfel eines der beliebtesten Gemüse der Österreicher. Der Verzehr liegt aktuell bei ca. 200 kg pro Person und Jahr.


Schädlinge der Erdäpfel

Der Erdäpfelkäfer und seine Larven können in kurzer Zeit die ganzen Pflanzen- ja ein ganzes Feld- kahl fressen.

Die wirksamste Bekämpfung ist das Abklauben des Käfers.

 

Auch der Drahtwurm bereitet häufig Probleme.


Gesundes vom Erdapfel

Schlemmen mit gutem Gewissen!

Der Erdapfel ist gesund und macht satt. Neben Kohlenhydrate in Form von Stärke enthalten sie reichlich Kalium, Magnesium, Vitamine B und C.

2 bis 3 Erdäpfel liefern bereits die Hälfte an Vitamin C, die der Körper täglich braucht, und das auch im Winter. Wenn der Schnupfen und die Grippewelle drohen, helfen die Erdäpfel mit, die Abwehrkräfte zu stärken. Bei Kalium ist die Knolle überhaupt Spitzenreiter. Kaum ein anderes Lebensmittel ist so kaliumreich (mehr als die Banane) und zugleich natriumarm. Das wirkt sich günstig auf das Herz-Kreislaufsystem aus!

Erdäpfel machen fit und gesund.

 

Fälschlicher Weise wird der Erdapfel oft als "Dickmacher" bezeichnet. Gekocht bringen es die Erdäpfel lediglich auf schlanke 70 Kilokalorien pro 100 Gramm. Sie machen schlank, weil sie weniger Kalorien enthalten als Brot oder Nudeln. 

 

Besonders hervorzuheben ist die hohe biologische Wertigkeit des Erdapfel-Protein mit 76 Punkten. Diese Wertigkeit gibt an, wie viel von einem aufgenommen Nahrungsprotein in körpgereigenes Protein umgewandelt werden kann.

Der Erdapfel ist eine gute Alternative zu den tierischen Eiweißquellen.



BIO-Erdäpfelsorten am Talhuberhof

Bodenständiges, gesundes und wertvolles

Die  Erdäpfel können wir in drei Gruppen einteilen, je nachdem, was wir zubereiten wollen:

  • Die Festkochenden (speckigen)
  • Die vorwiegend Festkochenden
  • Die Mehligen

Die Festkochenden

Sie beinhalten wenig Stärke und viel Flüssigkeit mit festem, glänzenden Fleisch. Die Sorten fallen beim Kochen nicht auseinander - ein wichtiges Kriterium, wenn die Optik beim Kochen von Bedeutung ist.

Für Gratins, zum Braten, Rösten und Frittieren, natürlich auch für Salate und Beilage.

Ballerina

  • hell gelbschalig, gelbfleischig
  • sehr gute Kochqualität, bleiben beim Kochen fest

Princess

  • tief gelbschalig, gelbfleischig
  • zarter, leicht cremiger Geschmack

Ditta

  • gelbschalig, gelbfleischig
  • intensiver Erdapfelgeschmack
  • für alle Verwendungszwecke
  • gute Lagerfähigkeit


Die vorwiegend Festkochenden

Dieser Erdapfel hat die Eigenschaften von festkochend und mehlig vereint und bleiben dennoch eher fest.

Der Erdapfel ist  mäßig feucht, daher hervorragend geeignet für:

Pürees und Suppen, für Aufstriche, Knödel und für Gnocchi

Martina

  • vorwiegend festkochend
  • gelbschalig, gelbfleischig
  • feiner Geschmack
  • für alle Verwendungszwecke

Laura

  • vorwiegend festkochend
  • rotschalig, gelbfleischig
  • angenehm kräftiger, nachhaltiger Geschmack

Alonso

  • vorwiegend festkochend
  • tief gelbschalig, gelbfleischig
  • feiner Geschmack
  • für alle Verwendungszwecke

Blaue St. Galler

  • vorwiegend festkochend
  • blauschalig, blaufleischig
  • angenehmes, Erdapfelaroma
  • ideal zum Dekorieren


Die Mehligen

Aufgrund ihres hohen Stärkegehaltes und wenig Flüssigkeit haben die mehlig kochende Erdäpfel die Eigenschaft, dass sie  beim Kochen leicht aufspringen und  sehr leicht zerfallen. 

Die Heurigen

Als Heurige werden die frühen Erdäpfelsorten bezeichnet, die schon ab Ende Mai/ Anfang Juni geerntet werden und von Feinschmeckern jedes Jahr sehnsüchtig erwartet werden!  Denn sie haben einen unvergleichlich zarten, nussigen Geschmack und eine feine Konsistenz. Idealerweise genießt man sie in der Schale - so entfalten sie ihr volles Aroma!

Kurz und Gut! So gut die Heurigen schmecken, so kurz ist leider ihre Saison. Denn mit ihrer hauchdünne Schale ist sie nicht lagerfähig.


Erdäpfel - Impressionen


Richtige Lagerung

Erdäpfel lieben es luftig, dunkel und kühl.  Nur so bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe und der volle Geschmack im der Knolle. Ein dunkler Kellerraum mit einer Temperatur von 4 bis 6 Grad, guter Durchlüftung und ausreichender Luftfeuchtigkeit ist optimal.

 

Wenn geeignete Lagerungsmöglichkeiten fehlen, empfiehlt es sich, kleine Mengen für ein bis zwei Wochen einzukaufen. Die Knollen aus der Verpackung nehmen und in einem luftigen Korb oder Jutesack dunkel aufbewahren. In einem Plastikbeutel würden sie schwitzen und beginnen zu faulen.



Tipps zur schonenden Zubereitung

Der vitamin- und mineralstoffreichen Genuss!

Erdäpfel ....

  • sind roh ungenießbar, die Stärke wird erst durch das garen aufgeschlossen.
  • kurz aber gründlich waschen.
  • am besten in der Schale über einem Siebeinsatz vitamin-schonend dämpfen statt kochen.
  • so kurz wie möglich garen - das schont die hitzeempfindlichen Vitamine
  • so dünn wie möglich schälen, Vitamine und Mineralstoffe sitzen dicht unter der Schale
  • erst kurz vor dem Verarbeiten schälen
  • für Teige und Pürees gut ausdämpfen lassen
  • im rohen Zustand nicht einfrieren, sie werden sonst süß.

Richtige Umgang mit Erdäpfel

Die  Erdäpfelpflanze produziert Solanin, um sich gegen die gefährlichen UV-Strahlung zu schützen. Solanin ist primär in Kraut und Beeren zu finden, in den Knollen hingegen kaum. Durch Kochen und Schälen wird der Gehalt weiter reduziert. Solanin wird durch Erhitzen nicht zerstört, geht aber in das Kochwasser über - deshalb soll man dieses Wasser nicht mehr weiterverwenden. Grüne Erdäpfel  enthalten so viel Solanin, dass sie nicht mehr gegessen werden sollte. Keime oder grüne Stellen sollen großzügig entfernt werden. 

 

Acrylamid entsteht durch zu starkes Erhitzen beim Braten von Erdäpfeln. Es ist eine chemische Verbindung, die für den Menschen gesundheitsschädlich sein kann. Ein deutlicher Anhaltspunkt für die Entstehung dieses Stoffes ist der Bräunungsgrad. Zum Beispiel bei Pommes frites: Je dunkler die Pommes sind, umso höher ist die Konzentration. Gekochte Erdäpfel und daraus hergestellte Speisen wie Teig oder Salat enthalten hingegen kein Acrylamid.